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KirUm - Netzwerk Kirchliches Umweltmanagement

Konkrete Umweltschutzziele für die Kirchen
Ergebnisse des Zukunftskongresses Kirchliches Umweltmanagement am 24.und 25. Oktober in Karlsruhe

„Ab dem nächsten Haushalt sollen Landeskirchen und Diözesen ein Prozent zusätzlich zu den bestehenden Programmen für Umweltschutzmaßnahmen ausgeben“. So lautet eines der Ziele, die das bundesweite ökumenische Netzwerk Kirchliches Umweltmanagement (KirUm) in den nächsten Jahren erreichen will. Rund 130 Vertreter aus Kirchengemeinden, kirchlichen Einrichtungen, Organisationen und Verwaltungen aus ganz Deutschland trafen sich am Wochenende im Evangelischen Oberkirchenrat in Karlsruhe, um die Ziele und Perspektiven für das KirUm-Netzwerk bis 2012 zu erarbeiten.

Eine bewährte Methode, praktischen Umweltschutz zu betreiben, ist die Einführung eines Umweltmanagementsystems. Daher möchte das Netzwerk auch erreichen, dass bis 2012 mindestens die Hälfte der deutschen Landeskirchen und Bistümer geeignete Managementsysteme einführt und verbreitet. Die Mitglieder des KirUm-Netzwerks möchten in diesen Prozess ihre Erfahrungen, Qualifikationen, Konzepte und Methoden einbringen. Zur Sensibilisierung von weiteren Verantwortlichen in den Kirchen haben sich die Kongressteilnehmer vorgenommen, schon 2009 zusammen mit strategischen Partnern Veranstaltungen zur Studie „Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt“ zu organisieren. Die Studie wurde vom Wuppertal Institut erstellt, vom BUND, Brot für die Welt und dem Evangelischen Entwicklungsdienst herausgegeben und auf dem Zukunftskongress vorgestellt.

Viele Kongressteilnehmer konnten auf mehrjährige Erfahrung im Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement zurückblicken. Deshalb war auch die Weiterentwicklung und Vereinfachung der derzeitigen Systeme ein viel diskutiertes Thema. Hier ist das Netzwerk aufgefordert, die derzeitigen Standards zu überprüfen und anzupassen, ohne dass Qualitätseinbußen entstehen. Der Standard des europäischen Öko-Audits EMAS soll dabei auf jeden Fall gehalten werden.

Die Bewahrung der Schöpfung ist in den Kirchen kein neues Thema. In Zeiten, in denen Klimawandel und Globalisierung aus den Schlagzeilen kaum noch wegzudenken sind, hat dieser Anspruch jedoch wieder eine ganz neue Aktualität bekommen. Die Verantwortung, die die Kirchen schon aufgrund der Vielzahl der von ihnen bewirtschafteten Gebäude in dieser Hinsicht haben, ist groß. Das KirUm-Netzwerk möchte durch seine Arbeit erreichen, dass diese Verantwortung ernst- und wahrgenommen wird. Die sechs wichtigsten Ziele für das Kirchliche Umweltmanagement in den nächsten Jahren wurden daher auch zum Abschluss des Kongresses von den KirUm-Mitgliedern stellvertretend dem badischen Landesbischof Ulrich Fischer und dem Freiburger Weihbischof Bernd Uhl übergeben.

Zum festlichen Abschluss führten die Bischöfe die Kongressteilnehmer in die evangelische Stadtkirche. Dort feierten alle gemeinsam mit den dortigen Gemeindemitgliedern den ökumenischen Abschlussgottesdienst des Zukunftskongresses und den Auftakt zur Einführung des Kirchlichen Umweltmanagementsystems „Grüner Gockel“ in den Alt- und Mittelstadtgemeinden Karlsruhe. Durch die Beteiligung der Kinder der Kinderstadtkirche und des Mädchen- und Knabenchors Cantus Juvenum wurde die Bedeutung des Engagements für die Bewahrung der Schöpfung nochmals ganz konkret vor Augen geführt. Das Kirchliche Umweltmanagement ist eine ganz praktische Möglichkeit, dafür zu sorgen, dass die Zukunftswünsche, die die Kinder den Bischöfen in Form von selbst gebastelten Münzen übergaben, in Erfüllung gehen können.


Die genaue Formulierung der beschlossenen Ziele können Sie hier herunterladen (pdf, 27KB).