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Wachsendes akademisches Interesse am Kirchlichen Umweltmanagement

Christina Mertens

10. Juli 2025 um 11:05:52

Wachsendes akademisches Interesse am Kirchlichen Umweltmanagement

In jüngster Zeit haben sich nicht weniger als drei junge Forscher bei uns im Netzwerk gemeldet, die sich wissenschaftlich mit kirchlichem Umweltmanagement auseinandersetzen.

Andreas Erndl, Bamberg, arbeitet schon seit fast zwei Jahren „nebenbei“ an einer pastoraltheologischen Dissertation an der Katholischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Mit Blick auf die Entwicklung des Grünen Gockels/Hahns/Güggels in den vergangenen 25 Jahren stellt er Bedeutung und Wirksamkeit von Kirchlichem Umweltmanagement für den Gemeindeaufbau ins Zentrum seiner Forschungen.


Peter Prinesdom, Wien, ursprünglich Umwelttechniker, arbeitet für seine nun ebenfalls theologische Doktorarbeit an der Universität Wien zum Thema gelebte Nachhaltigkeit von Klöstern und ihren Betrieben. Dabei vergleicht er exemplarisch je zwei bis drei aktive Klöster von monasterischen vs. kontemplativen Orden bezüglich ihrer langfristigen Bewirtschaftungsstrategie. Mit beruflich bedingt guten EMAS-Kenntnissen ist er bezüglich dem seinerseits neu entdeckten Grüner Gockel/Hahn/Güggel „mehr als positiv überrascht, dass es eine Adaption davon für das kirchliche Umfeld gibt“. Aus seiner Sicht entspräche das genau dem, wie „man EMAS auf den kirchlichen Bereich zielgruppenorientiert adaptiert respektive erklärt“ – weshalb er ihn quasi als unterliegenden Maßstab für seine Untersuchungen verwenden werde.


Dr. Niklas Peuckmann, Diplom-Biologe und Evangelischer Theologe in Bochum, schließlich, habilitiert sich an der Universität Bochum im Fachbereich Praktische Theologie mit einer empirischen Arbeit zur Praxis des kirchlichen Klimaschutzes. Er untersucht dabei die Motivation für kirchlichen Klimaschutz konzeptionelle und als gelebte Praxis in den Gemeinden. Ihn interessiert, ob sich an der Motivation zum Handeln vor Ort etwas verändert (hat) durch die zunehmende „Verrechtlichung“ des Themas auch im kirchlichen Kontext. Denn, so schreibt er: „Gerade die Gemeindeebene ist im gesamten Diskurs kaum im Blick“. Dazu führt er ab dem Sommer gezielte sogenannte Experteninterviews mit Haupt- und Ehrenamtlichen aus Gemeinden in den Landeskirchen und Bistümern, die Kirchliches Umweltmanagement nutzen.


Nebenbei: Auch in der vollständig neu überarbeiteten 4. Auflage von „Immobilienmanagement für Sozialwirtschaft und Kirche – ein Handbuch für die Praxis“ des Nomos Verlages, geplant für Anfang 2026, wird es ein Kapitel zur Bedeutung des kirchlichen Umweltmanagement geben, das u.a. die Entwicklungen in der vergangenen 10 Jahren seit der letzten Auflage thematisiert. Eine Beschäftigung für die KirUm-Sprecherin während der Urlaubszeit im Sommer: Den Entwurf würden wir zum Netzwerktreffen im Herbst vorlegen, um Ihre/Eure Expertise hierfür mit einzuholen.

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