Radikale Neuausrichtung oder sanfte Weiterentwicklung?
Stefan Weiland
16. September 2026 um 11:02:20

Im August diesen Jahres war es soweit: Die DIN EN ISO 14001:2026 wurde auf deutsch veröffentlicht. Und sogleich war die Aufregung groß.
Wie viel Änderung für bestehende Umweltmanagementsysteme bringt die Revision wirklich mit sich?
Die Veröffentlichung der ISO 14001:2026 lässt sich gut mit einem Weg durch einen stillen Wald vergleichen: ein klarer, naturbelassener Waldweg, der sich ruhig durch ein dichtes Ökosystem zieht, ohne Ablenkung, nur Natur und Struktur zugleich.
Also keine radikale Neuausrichtung, sondern eine konsequente Fortführung: Klimaresilienz, Biodiversität und Ressourceneffizienz werden stärker in den „Wegverlauf“ integriert und enger mit der strategischen Steuerung von Organisationen verbunden. Der Fokus liegt dabei zunehmend auf Orientierung, Wirkung und nachvollziehbarer Umweltleistung.
Für Organisationen bedeutet das: den eigenen „Weg“ im Umweltmanagement bewusst zu überprüfen und sicherzustellen, dass Richtung, Struktur und Zielbild weiterhin zusammenpassen.
Spannend wird noch abzuwarten sein, ob und wann die Neufassung der ISO 14001 auch Eingang in die EMAS-Verordnung findet. Denn dort ist im Anhang I immer noch die Ausgabe von 2004 enthalten. Es darf aber erwartet werden, dass die Anforderungen der Ausgabe 2026 bereits jetzt vollumfänglich bei EMAS zugrunde gelegt werden - und somit auch beim Grünen Hahn.
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(c) Stefan Weiland, eigene Aufnahme
