Gemeinden und Einrichtungen als Prüfer:in voranbringen
Edmund Gumpert
19. Februar 2026 um 11:17:30

Die meisten der 40 Kirchlichen Umweltrevisor:innen haben am 6. und 7. Februar in Hannover die jährliche Fortbildung besucht. Sie erörterten viele Fragen aus ihrer Praxis als Prüfende.
Fragen aus dem Prüfungsalltag bestimmten die Jahrestagung der Kirchlichen Umweltrevisor:innen (KUR) am 6. und 7. Februar im Hanns-Lilje-Haus in Hannover. Per Barcamp-Methode identifizierten die 29 Teilnehmer:innen vorrangige Themen für die Gespräche in Gruppen. Moderiert wurde dieser intensive Prozess von Sabine Jellinghaus, Carmen Ketterl und Dr. Konstanze Ameskamp.
Im Fokus stand stets, wie die KUR die Gemeinden unterstützen können: Ihre Gebäude zu priorisieren und deren Gesamtzahl deutlich zu verringern, verlangen Landeskirchen und Bistümer von vielen Kirchengemeinden. Diese aufwändigen Klärungsprozesse verzögern oft anstehende Rezertifizierungen. Umweltrevisor:innen sind hier gefordert, gangbare Wege zu eröffnen – unter Wahrung der geltenden Standards.
Neuen Herausforderungen sehen sich KUR auch dort gegenüber, wo Gemeinden mit zertifiziertem Umweltmanagement zusammengelegt werden mit Nachbargemeinden ohne Grünen Gockel/Hahn. Hier muss das neue Leitungsgremium den Geltungsbereich des Umweltmanagements, der Schöpfungsleitlinien und des Umweltprogramms neu definieren.
Die kirchlichen Selbstverpflichtungen – insbesondere die Kirchlichen Klimaschutzgesetze – sind für die Gemeinden und Einrichtungen verbindlich und müssen Eingang finden in ihr Umweltmanagement.
Dr. Wendelin Bücking und Sabine Jellinghaus wurden einstimmig für weitere zwei Jahre als Sprecher:in der KUR bestätigt. KirUm-Sprecherin Christina Mertens berichtete über die jüngsten Entwicklungen im KirUm-Netzwerk. Carmen Ketterl zeigte auf, mit welchen Themen sich der Arbeitskreis Validierung 2025 befasst hat – etwa den zwingenden Voraussetzungen, unter denen das sog. Multi-Site-Verfahren für gleichartige Standorte auch im kirchlichen Bereich angewendet werden kann.
Beim KirUm-Netzwerktreffen im Herbst 2026 werden die bis zu acht Mitglieder des AK Validierung neu gewählt. Die nächste KUR-Fortbildung am 19. und 20. Februar 2027 im Tagungszentrum Schmerlenbach (Bistum Würzburg) bereiten Gabi Gust, Gunnar Waesch und Katha Weinberg vor. Dann soll auch das neu programmierte „Grüne Datenkonto“ vorgestellt werden.
Bildbeschreibung: Die Teilnehmer:innen an der KUR-Jahrestagung (von links) – vorne: Gaby Zimmermann, Helmut Taubmann, Christoph Stockmayer, Bettina Mühlbauer, Johanna Moltmann-Hermann, Katha Weinberg, Sonja Klingberg-Adler, Carmen Ketterl, Christina Mertens; in der Mitte: Gunnar Waesch, Jörg Wilhelm, Olga Alpin, Dr. Nicole Schröder-Rogalla, Andreas Frei, Markus Enderle, Martin Doerries, Ute Timmermann, Gabi Gust, Britta Hiller, Sabine Jellinghaus; hinterste Reihe: Hartmut Baden, Michael Bruns-Kempf, Roland Wolkersdorfer, Hans-Jürgen Hörner, Jochen Stolch, Robert Schlief. Zeitweise dabei waren Dr. Constanze Ameskamp und Reinhard Benhöfer.
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